Ich bin hier angekommen. Keine Ahnung wo hier ist.

Ich stehe auf, koche Kaffee, gehe zurück ins Bett,
lese Artikel zu diesem und jenem und beginne zu arbeiten.
Manchmal erledige ich ein paar Sachen,
bevor ich in Erwägung ziehe den Wecker abzuschalten.
Der Kaffee ist dann schon längst ausgetrunken.
Ich stehe unter der Dusche.
Das Wasser prasselt, die Minuten verstreichen,
habe immer noch kein Zeitgefühl.
Der Körper wird leicht, die Atemzüge wieder langsamer.
Der Kopf streikt, während der Spiegel beschlägt.
Ich stehe vorm Kleiderschrank, habe die Qual der Wahl,
ich entscheide mich dazu wieder ins Bett zu gehen.
Trinke noch einen Kaffee, lese noch einen Artikel,
ledige noch ein paar Dinge, lasse noch ein paar Wecker klingeln,
bevor mich die Uhrzeit zwingt eine Entscheidung zu treffen
und etwas anzuziehen.
Die Zeit, die ich für make up und Essen eingeplant hatte,
ist längst zu Gunsten eines weiteren Kaffees gewichen.
Ich trage Strümpfe und ein Kleid.
Fühle mich wohl, aber nur wie ein halbes ich.
Ich sehe im Spiegel ein müdes Lächeln,
denke an den nächsten Kaffee und setze mich in Bewegung.
Die Uni ruft. Das vermeintliche Leben. Die Erfüllung.
Ich sehe Gesichter, kenne keinen Namen.
Die Gesichter sprechen. Ich sage den bekannten unter ihnen “hallo“.
Innerhalb der nächsten Stunden lasse ich mich mit Wissen und
von Informationsflut berieseln, stelle fest, wie sehr mich interessiert,
was Menschen lehren, die Ahnung davon haben und
merke trotzdem wie wenig davon hängen bleibt.
Es ist ein Regen aus Unzulänglichkeiten meiner Person
mit dem ich mich konfrontiert sehe,
verabschiede mich gedankenverloren von den sprechenden Gesichtern
und bin mir sicher, dass sich in meinem Leben etwas ändern muss,
damit ich das Pensum schaffe.
Ich gehe nach Hause, entspanne mich beim laufen schon ein wenig
und komme erschöpft in meinen vier Wänden an.
Der Kühlschrank beinhaltet nichts,
was ich in diesem Moment für essenswert empfinde
und so gehe ich ohne Nahrungsaufnahme ins Bett.
Ein paar Minuten liegen. Drei Stunden später werde ich wach.
Ich bin hungrig nach Leben. Mache mich auf die Jagd
nach etwas essbarem und verhalle im Nichts.
Zwei weitere Stunden später liege ich wieder im Bett.
Die Decke bedeckt, wie vorgesehen meinen müden Körper.
Mir fehlt Wärme und Geborgenheit.
Das Bett ist längst nicht mehr der Ort an dem ich sein will.
Wieder ist ein Tag vergangen an dem ich nichts sagenden Spiegelbildern zugelächelt habe.
Mich vor mir selbst versteckt habe.
Morgen mache ich es vielleicht auch nur ein bisschen anders.
Aber der Kaffee schmeckt besser in meinem warmen Bett.
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wunder geschehen – wunder sind

ich wollte so gerne laufen, mein gewicht nach hause tragen, die last von meinen schulter werfen, wollte schwimmen, tanzen, laufen, lernen. ich wollte so gerne schweigen, schreien, schreiben, wollte schwingen, raufen, reden, wollte leben. ich stehe auf, versetze meine zweifel wie berge, höre auf zu klagen, kämpfe gegen liebe wie gegen windmühlen, kann kaum fassen, was ich wage, ich spiele geräusche, wie andere saiten, schlage tasten und töne an, werfe tore und schieße körbe, ich siege und verliere, ich sehe dein gesicht – ich liebe dich.

du bist mein herz, mein blut, bist meine liebe, meine wut, meine glut. du lässt mein feuer brennen, bist meine kraft und auch mein gegengift, ein leben ohne dich gibt es nicht.

du bist das werk und auch mein antrieb, du bist der gedanke, mein wind und mein segel, mein tal und mein berg, bist meine schaffen und meine qual, du bist mein ein und alles, ohne wenn und aber, du bist das meer aus freudentränen, süß- und salzwasser zum überleben, du bist die gabe, mein geschenk, meine farbe. du bist mein denken, bist mein held, bist mein handeln, du bist mein kind und mein ebenbild, bist der fluch und mein segen, du bist liebe, du bist leben, du bist mein überleben, du bist mein schmerz, mein planet, meine sonne, mein licht, dein lachen, dein gesicht, deine hände, deine füße, der blanke wahnsinn.

mein wunderkind!

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Spuren verwischen

Bitte wisch den Kaffee auf, den du so hitzig auf meinem Teppich verteilt hast, in der Nacht als du deinen Kopf in deinem Schritt geparkt hast, weil du deinem Herzen nicht glauben und es auf Mark und Bein prüfen wolltest.

Wischen alleine wird wohl nicht helfen, der Fleck ist schon eingetrocknet, in der Zeit, die du zum überdenken deiner Handlungen für dich beansprucht hast, obwohl du schon wusstest, was du wolltest.

Bitte sei so gut und nimm den Müll wieder mit, den du bei mir gelassen hast, all die Anzeichen für die Mischung aus Realität und Wunschtraum, die du in mir gesäht hast. Eigentlich möchte ich dich auch bitten den Müll zu trennen, in alle Einzelheiten zu zerdenken und mir zu erklären, warum du meinen Lebensraum damit beschmutzt hast.

Und wenn du gerade schon dabei bist, wasch doch bitte gleich noch den verklärten Blick von mir ab, damit ich wieder eine unbeschwerte Sicht habe, auf die der Zeit, die du mir geraubt hast.

Denn im Moment fühlt es sich so an, als hättest du dich in mein Leben gelogen, mit der Vortäuschung falscher Tatsachen meine Realität verschoben, meinen Teppich mit Kaffee und Erinnerungen besuhlt und hättest nur Unrat zurückgelassen, den ich mir selbst erklären muss, um mich von dir trennen zu können und mir dann auch noch den Blick dafür genommen, wo meine Grenzen sind und wann ich bei mir wieder angekommen bin.

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mehr punk weniger hölle

P: was loift, immer noch die hütte hüten? 



du einsame 



kleine



 winzige



 absurd kleine



 frau 







S: was willst du denn von mir





?

P: :-p












S: im übrigen bin nicht absurd klein. absurd ja, aber klein? ich bin großartig!








P: so wie so?






das war wieder gewitzt. 



nicht
. 


wollte nur sagen “



lieben gruß 



usw



 usw







“

S: ich nehme zur Kenntnis, du willst pöbeln, aber auch lieb sein








P: moep







S: das sind meine titten!








P: ganzentagamschreibtischgesessen. 


werd ich mich nie dran gewöhnen



 an den scheiß








S: ich auch!








P: gut so 


gut so







. mehr punk weniger hölle

S: mensch, ich muss leider weg, aber! ich bin ein großartiges Wesen von dass dich absurder weise trotz tittenwitze und am liebsten in körperverstrickung haben will.


soviel zu mehr punk und weniger Hölle…..









P: gute sache


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verwunschen

     Die Seite mit dem Wunsch aufgeschlagen, ihr etwas zu entnehmen, ihren Worten Taten folgen zu lassen, doch statt des Sees, lodernden Flammen und klirrender Kälte, die sie zeichnen sollten, bildet sich die Gewissheit ab, dass jedes Feuer erloschen, jede Eiszeit entkaltet, jeder Tropfen Feuchtigkeit auf dem Grund eines trockenen Flussbettes liegt. Es regt sich nichts, kein Leben in den Seiten, sie sind gefühllos beschrieben, ohne berührenden Inhalt wirken die Worte verloren, weder heiß noch kalt, weder bunt noch schwarz-weiß. Ihr Glanz ist verloren, jeglicher Schmuck abhanden gekommen, keine Zierde mehr vorhanden, keine Ecken, keine Kanten, die Schönheit verflogen, das Leuchten verblasst, die Grazie verflüchtigt, die Erdung verleugnet, in Gänze gescheitert. Der Blick schweift durch ein Meer aus Nichts, ohne Bedeutung bedeutungslos in unwirklichem Licht ohne Strahlen erkennbar unschön vergilbt durch den verschleiernden Dunst aus Ungerechtigkeit und Schmach. Scham benebelt die von Erwartungen geschwängerte Luft und so wird enttäuscht, was vielversprechend begann und ertränkt in dem Gefühl der Ohnmacht, die die Gefühllosigkeit begleitet während die Fremde einzieht und sich mit der Einsamkeit verbündet, die hier zu hausen scheint. Etwas atmet die Luft und hinterlässt mehr als nur einen bitteren Beigeschmack.

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